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PROJETO AGENTE TRANSFORMADOR
(Projekt Hilfe zum Wandel)
“ Auch wenn die Dinge unerreichbar scheinen
ist das kein Grund, sie nicht zu wollen.
Wie traurig die Wege, wäre nicht
die magische Präsenz der Sterne!”
(Mário Quintana)
Erarbeitet von: Júlia Barbosa Paiva Santos
Luciana Gomes Martins
Ibipeba, 2007
1. Daten des Projekts
Schule Pilares, Ibipeba/ Bahia.
Verantwortliche des Projekts vor Ort: Luciana Gomes Martins – Psychologin
Júlia Barbosa Paiva Santos – Erzieherin.
Verantwortlich für die Patenschaften und Spenden in Deutschland: Verein "Bildung für Brasilien e.V."
Lage von Ibipeba:
Ibipeba liegt im Nordosten Brasilien im Bundesstaat Bahia (rote Umrandung). Der Nordosten gilt als das Armenhaus Brasiliens. Die überwiegend mit Trockensavannen überzogene Regieon ist als regenarm zu bezeichnen. Es kann zu Dürrejahre mit unter 200mm Jahresniederschlag kommen.
2. Das Projekt und seine Ziele
Dieses Projekt begleitet Familien, die in prekären sozialen Situationen leben, indem es sie in
psychosozialer und erzieherischer Hinsicht unterstützt. Betreut werden Kinder im Schulalter, denen
eine Schulausbildung mittels der Finanzierung durch einen Paten/ eine Patin ermöglicht wird.
Die Schule Pilares hat folgende Ziele:
- Das hier vorgestellte Projekt bekannt zu machen mit der Absicht, die private und öffentliche Gesellschaft zu mobilisieren und ihre Rolle bei der Förderung bedürftiger Familien zu verdeutlichen;
- bedürftige Familien der Stadt zu besuchen und ein Kind pro Familie für eine Patenschaft auszuwählen;
- die Verantwortung für die Förderung dieses Kindes zu übernehmen;
- bedürftigen Familien psychosoziale Hilfe zukommen zu lassen;
- Kontakt zu Paten zu pflegen und diese über die schulische Entwicklung ihrer
Patenkinder zu informieren;
- als Brücke zu fungieren zwischen dem Kind (und seiner Familie) und dem Paten/der Patin
Das Projekt basiert auf der Auffassung von Erziehung/ Bildung als Antriebsfeder sowohl für die Entwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft wie auch für die Entwicklung mündiger Bürger, die sich verpflichtet fühlen, für eine gerechtere und brüderlichere Gesellschaft zu arbeiten.
3. Die Stadt Ibipeba
Die Stadt Ibipeba liegt in der Region von Irecê/Chapada Diamantina im Bundesstaat Bahia, 515 Km von Salvador. Sie hat ca. 13.840 Einwohner. Ihre Wirtschaft basiert auf Landwirtschaft und Viehzucht. Bahia ist eine der benachteiligtsten Regionen Brasiliens.(geographische Lage im Anhang)
4. Geschichte der Schule Pilares
Die Schule Pilares ist die Verwirklichung eines Traums von zwei Pädagoginnen und einer Psychologin, die sich zusammentaten mit der Absicht, Ibipeba beim Wachsen zu helfen, sowohl im Hinblick auf Schulbildung wie auch in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht.
Die Schwierigkeiten, die zwei der Schulgründerinnen selbst hatten in der Zeit vor dem Studium und die Notwendigkeit, zum Studium in Großstädte abzuwandern, weil es vor 17 Jahren kaum Universitäten in Bahia gab, führte dazu, dass sie nach dem Studium zu ihren Wurzeln zurückkehrten um eine Schule zu eröffnen und Jugendliche auf ein Hochschulstudium vorzubereiten sowie redliche und charakterfeste Bürger auszubilden. Die erste Schulstunde fand statt am 05/02/2007. Es gibt zur Zeit 80 Schüler/innen, 4 Angestellte sowie 11 Lehrer/innen.
5. Das erste Patenkind
Das Projekt begann am 05/02/2007 mit der Einschulung des sechsjährigen Gildovan Pereira Bastos. Gildovan ist Patenkind der Familie von Erica Lini, Mutter zweier Kinder aus São Paulo.
Beim ersten Besuch der Familie von Gildovan bot sich folgendes Bild: die Mutter hat eine geistige Behinderung, der Vater ist Alkoholiker. Das Paar hat fünf Kinder von 3, 6, 7, 8 und 9 Jahren. Sie leben in einem ehemaligen Schulgebäude, ohne sanitäre Installationen und Elektrizität. Die Kinder leben viel auf der Straße und sind Diskriminierungen durch Nachbarn und andere Bewohner ausgesetzt.
Die Schule Pilares hat sich an verschiedene Behörden gewandt, damit die problematische soziale Situation eingeschätzt wird, in der sich die Familie befindet und mit dem Antrag auf schnellstmögliche Maßnahmen, damit die Familie eine menschenwürdige Unterkunft bekommt.